Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

Video 1 – Welche Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung planen die Direktkandidat:innen von Mainz?

Hintergrund

Das Thema Lebensmittelverschwendung ist in Deutschland leider immer noch ein Randthema und wird von vielen Politiker:innen ignoriert. Dabei ist das Ausmaß enorm und trägt aktiv zur Klimakrise bei. Eine Studie des WWF, die 2021 veröffentlicht wurde, schätzt, dass das Wegwerfen noch essbarer Lebensmittel zu etwa 10% der weltweiten CO2-Emissionen beiträgt. Und dafür sind natürlich vor allem die wohlhabenden Länder, unter anderem Deutschland, verantwortlich. Es bedarf schneller Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung.

Denn tatsächlich haben die Vereinten Nationen bereits im Jahr 2015 in den Sustainable Development Goals eine Reduktion der Nahrungsmittelverschwendung um 50% bis 2030 vereinbart (UNO SDG Ziel 12. 3[1]).

Situation in Deutschland

Doch in Deutschland scheint sich kaum etwas verändert zu haben. Im Gegensatz, es gibt nicht einmal ausreichend Daten über die Lebensmittelverschwendung. Insbesondere die Ursachen und Mengen, die beim Anbau und der Ernte entstehen, sind nur schlecht nachzuvollziehen.

Klar ist also, dass die Politik hier handeln und Maßnahmen aufstellen muss, die diese Verschwendung besser kontrolliert und reduziert. Nur so wird es möglich sein, unnötig verbrauchte Ressourcen zu schonen und die damit verbundenen CO2 Emissionen zu reduzieren.

Doch wie kann dieses Ziel umgesetzt werden?
Und was sind die Pläne der einzelnen Parteien für die Bundestagswahl 2021?

Lösungsansätze der Mainzer Direktkandidat:innen zur Bundestagswahl 2021

Um mehr Klarheit zu bekommen, wollten wir von den Mainzer Direktkandidierenden konkret wissen, welche Maßnahmen sie umsetzen würden, um die Reduktion der Lebensmittelverschwendung zu erreichen.

Wir haben die Antworten von zehn Kandidierenden bekommen, darunter Daniel Baldy von der SPD und Tabea Rößner von den Grünen. Aber auch Bodo Noeske von den Piraten und Gerhard Trabert, der für die Linke kandidiert hat, haben mit uns ihre Lösungsansätze besprochen.

Einige haben hier auf Aufklärung und ein überarbeitetes Mindesthaltbarkeitsdatum gesetzt – zwei einfach umzusetzende Vorschläge, die einen großen Einfluss haben könnten. Denn auch in Privathaushalten werden oft noch essbarer Lebensmittel weggeschmissen. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass die größte Verschwendung bei der Produktion von Lebensmitteln (insbesondere durch die Vorernte) auftritt.

Andere Kandidierende hatten sehr genaue Vorstellungen, wie die Politik vorgehen könnte, um die gewerbliche Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Neben der Legalisierung des Containerns und eines gesetzlichen Wegwerfstopps wurden die vereinfachte Weitergabe von Lebensmitteln und ein Stopp des Aussortierens von Lebensmitteln aufgrund ihrer Form, Farbe und Größe gefordert.

Wer dabei welche Maßnahmen befürwortet hat und was es noch für andere Ideen gab, könnt ihr im folgenden Video ansehen.

Bundestagswahl 2021 - Fragen an die Direktkandidierenden in Mainz Teil 1

Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Wie findet ihr die Vorschläge unser Interviewpartner:innen?
Welche Maßnahmen sind aus eurer Sicht sinnvoll, um die Verschwendung von Lebensmittel zu senken?
Was können wir für mehr Wertschätzung unserer Nahrungsmittel tun?

Diskutiert mit uns in den Kommentaren! 🙂


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